Die Behandlung von Kindern unterscheidet sich von den Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten zwar nicht von der Behandlung Erwachsener, trotzdem sind einige Besonderheiten, auf die ich hier eingehen möchte.
Vom miasmatischen aus gesehen können wir Auswirkung auf die Lebenskraft und den Organismus meist in den Anfangsstadien sehen. Dies bedeutet grundsätzlich, dass wir einen leichteren Zugang zur chronisch-miasmatischen Behandlung haben. Wichtig ist nur, diese Äußerungen und Symptome nur nicht zu unterdrücken, sondern den Körper in die Heilung hineinzuführen.
Es gibt viel Faktoren, die Bedeutung für die Entwicklung des Körpers und Geistes haben. Ernährung, Umweltfaktoren, Einfluss von Medien, Erziehung, Schule, Umgebung können solche Faktoren darstellen. Zudem sind die Kinder von der Grundhaltung der Eltern in Bezug auf Körper, Leben, Krankheit usw. abhängig.
Auffällig sind die in den letzten Jahren zunehmenden Krankheiten der Kinder, wie Allergien, Erkältungsanfälligkeit, gehäufte Mittelohrentzündungen, Hyperaktivität und was sonst man noch gern hinzufügen möchte. Hierfür sind nicht einzelne Faktoren, wie uns dies gerne von Forschungsergebnissen vorzulegen versucht wird, verantwortlich, sondern vielmehr komplexe Zusammenhänge, die auch ich nicht wirklich durchschauen kann. Wichtigster Punkt für Krankheit ist aber, wie schon erwähnt, die miasmatische Belastung der Lebenskraft. Diese Belastung kann erhöht werden, wie auch versucht werden kann sie zu verringern. Um hier aber nicht zu Allgemein zu bleiben, gehe ich im Folgenden auf exemplarische Fälle ein.
Hier lassen sich viele Bereiche einordnen, ja selbst die Frage stellen, ob nicht das meiste auf einer Entwicklungsstörung beruht. Dies kann als verzögerte Sauberkeit, Lernstörungen und psychischen Auffälligkeiten gesehen werden.
Entwicklung muss sowohl im Körperlichen, als auch im Geistig/Psychischen stattfinden. Frühzeitige Eingriffe wie z.B. Giftstoffe (Rauchen, Alkohol, Drogen, Impfungen, Umweltgifte) können zu schweren Störungen einer naturgemäßen Entwicklung führen. Dabei muss schon bald gefragt werden, welches Kind heute noch unbelastet aufwächst. Darum ist es notwendig, diese Störungen zu erkennen und zu beseitigen, wo immer dies möglich ist. Leider ist der gesellschaftliche Faktor hier sehr viel bestimmender, als dies zu wünschen wäre. Eltern müssen auch hierfür bereit sein, die Befähigung haben oder Hilfe suchen, um auf solche Störungen einzugehen.
Nachdem äußere Faktoren aber nicht auf alle Kinder gleich wirken, muss ich hier auch auf die sehr verschiedenartigen Kombinationen von miasmatischer Belastung und körperlicher Konstitution hinweisen. Wie alle Forschung auch immer wieder beweist, wirken sich äußere Faktoren nicht auf jeden Menschen gleich aus. Genau darin sehen wir auch, dass es nötig ist, sehr individuell auf den jeweiligen Körper und Zustand einzugehen, was in der homöopathischen Behandlung immer geschehen muss.
Man ließt viel über die wirkliche und hypothetische Ursachen, doch ich denke, alles erfasst nur Teilaspekte eines umfassenden Problems. Zum Einen wird auch hier wieder die Miasmatik eine tragende Rolle spielen, zum anderen werden Umwelt-, chemisch-toxische, Impf- und vermutlich auch noch andere Belastungen zur Verstärkung des Problems führen. Dass unsere Gesellschaft im Grunde schon hyperaktiv ist, wird dabei leicht übersehen. Kinder, die also schon Tendenz dazu besitzen, werden leicht aus einer hohen Aktivität in die Hyperaktivität getrieben. Andererseits können an anderer Stelle angesprochene Impfbelastungen zu Veränderungen in der Entwicklung des kindlichen Gehirns führen, was ebensolche Symptome der Hyperaktivität hervorrufen kann, wie auch Unterentwicklung auf der anderen Seite. Das Erfassen der Hyperaktivität darf sich somit nicht in der Diagnosstellung erschöpfen, sondern muss den Ursachen auf den Grund gehen, d.h. äußere Umstände müssen verändert, Impfbelastungen verringert, Giftstoffe entfernt und möglicherweise ausgeleitet werden. Dann kann auch im Organismus, im Gehirn langsam Ruhe einkehren.
Es dürfte klar sein, dass die Ursachenforschung hier auf verschiedenen Gebieten erfolgen muss. Eine Möglichkeit ist jedoch immer auch, Probleme bei Lernen und Sozialem auch von der homöopathischen Seite zu betrachten. Wiederholt können hier o.g. Entwicklungsprobleme die Ursache sein. So können Legasthenie, Rechenschwäche und soziale Auffälligkeiten auch von früheren Impfungen herrühren und müssen als solche auch erfasst werden. Da die einzelnen Ursachen auf meinen anderen Stelle bereits beschrieben sind, verweise ich sie dorthin.