(Philip Rosenthal)
1965 im Allgäu geboren kam ich 1988 nach München, um als Volontär am Opernstudio der Bayrischen Staatsoper meine Ausbildung als Bariton fortzusetzen. Durch die nötige stimmliche Veränderung ins Tenorfach und gesundheitliche Probleme wurde es mir in der Folgezeit nicht möglich, dieses gefasste Ziel weiter zu verfolgen. Musik spielt aber nach wie vor eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben. Seit einigen Jahren intensiv klassische Gitarre spielend, entdeckte ich in den letzten Jahren auch die Barocklaute und spiele seit Anfang 2008 einen Liuto forte®. Dies Instrument entspricht zwar nicht den historischen Lauten, eröffnet mir aber durch die Möglichkeit, darauf auch die Techniken der Gitarre zu verwenden, völlig neue Möglichkeiten.
Nachdem ich die Zeit der Entscheidungsfindung (so könnte man sagen) durch verschiedene früher erlernte Tätigkeiten überbrückt hatte, entschloss ich mich in den medizinischen Bereich zu gehen, den ich bereits früher als Alternative zur Musik sah.
Eine einjährige Arbeit auf der Station eines Krankenhauses war für mich der medizinische Einstieg, dem die Ausbildung zum Masseur / med. Bademeister in München-Harlaching folgte. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung arbeitete ich in diesem Beruf, wobei mir die fehlende Dauerhaftigkeit der Behandlungserfolge, als auch die große körperliche Belastung Probleme bereitete.
Die homöopathischen Ursprünge beginnen 1992, als ich während meines Erziehungsurlaubs über eine heutige Kollegin auf die klassische Homöopathie aufmerksam wurde. Nachdem ich intensiver den 6. Organon Hahnemanns (Das Grundlagenwerk zur Homöopathie) studierte, wurde mir klar, dass hier der Schlüssel für eine dauerhafte Gesundheit liegt. Damit sah ich meinen zukünftigen Weg in etwa vorgezeichnet.
Das intensivere Studium der in der Homöopathie angewandten Naturgesetze, sowie der homöopathischen Arbeitsweise erarbeitete ich anfänglich autodidaktisch aus folgenden Werken:
Arzneimittellehren verwandte und verwende ich von von:
Als Repertorisationsliteratur verwende ich:
Eine angestrebte 3-jährige Ausbildung an der CvB-Akademie (Wolfsburg) wurde von dort aus organisatorischen Gründen abgesagt und andere Schulen schienen mir nach meinen anfänglichen Studien zu wenig auf die Miasmatik einzugehen. Somit arbeitete ich mich selbständig tiefer in die Materie der Miasmatik ein und nahm hierfür auch viele Werke aus der Schriftenreihe der CvB (erschienen bei Müller&Steinicke) als Arbeitsgrundlage. Hierzu ergänzend besuchte ich eine Vielzahl verschiedener Kurse, um dieses Wissen zu vertiefen und 2-3x jährlich nehme ich auch an Fachfortbildungen zu verschiedenen Themen teil.
Nachdem ich 1998 im ersten Anlauf die Heilpraktikerprüfung bestand, begann ich Anfang 1999 mit klassischer Homöopathie in der eigenen Praxis zu arbeiten. Anfang 2004 zog ich nach den Anfangsjahren in der Nähe des Goetheplatzes mit der Praxis an den wunderschönen St-Anna-Platz im Münchener Lehel, der nicht nur mich durch seine idyllische und ruhige Lage begeistert.
Wie viele Homöopathen ließ ich meine Arbeitsweise von der SHZ - Stiftung Homöopathie Zertifikat überprüfen und erhielt dieses Zertifikat Mitte 2007. Diese Zertifizierungsstelle überwacht auch die regelmäßige Weiterbildung, was somit als Qualitätssiegel verstanden werden will.
Augenblicklich beschäftige ich mich intensiv mit der Arbeitsweise von C.M. Boger, dessen Werke ich viel verwende und arbeite daran für mich eine Materia Medica (Arzneimittellehre und -bilder) zu erarbeiten, die die verschiedenen Aspekte einer Arznei (Grundstoff, Chemie, Physik, Geschichte, Klinik, homöopathische Arzneimittelprüfung, ...) erfasst. Meine Arbeitsweise soll sich immer den Erfordernissen der Praxis und dem Anspruch nach erfolgreicher Therapie selbst schwerster Krankheiten anpassen, was ein ständiges Erweitern des eigenen Horizontes erfordert.
Zur Weiterbildung besuche ich wie oben angesprochen regelmäßig Fortbildungen. Außerdem arbeitete ich seit 2002 in einem 5-6x jährlich stattfindenden Arbeitskreis mit. Diese Form der Weiterbildung stellt einen bedeutenden Teil zur Vertiefung meiner Arbeit dar, da sowohl Arzneimittel, als auch Praxisfälle und medizinisches Wissen durch qualifizierte Mitglieder von homöopathischer, miasmatischer, als auch schulmedizinischer Seite beleuchtet werden können.
Mein Bestreben ist es, an den Quellen der Homöopathie zu bleiben ohne neue Gesichtspunkte kategorisch auszuschließen, diese aber kritisch zu hinterfragen. Die Miasmatik, wie Hahnemann sie lehrte, ist der zentrale Ansatz meiner Behandlungen. In der Arzneimittelwahl richte ich mich überwiegend nach ihr. Die aktuellen Symptome, und hier besonders die psychischen, aber auch die beliebten typologische Zuordnungen – die sich für mich in der Praxis häufig überhaupt nicht bestätigen - müssen sich in die Miasmatik einfügen. Bei der Auswahl von Arzneien leiten mich diese miasmatischen Überlegungen, aber auch klinische und Ergebnisse aus der Elektroakupunktur-Diagnose, die ich seit Januar 2006 in die Praxis integriert habe, fließen hierbei mit ein. Ziel jeder Behandlung muss sein, soviel Harmonie und Gesundheit wie im einzelnen Fall möglich ist, zu erreichen.