IST HOMÖOPATHIE NUR PLACEBO?

Solche und ähnliche Aussprüche hört man immer wieder in Bezug auf Homöopathie, weil nicht sein kann, was nicht verstanden wird oder nicht sein darf. In der vergangenen Zeit sorgten einige Berichte über eine angebliche Unwirksamkeit der Homopathie für Aufregung. Die zugrunde liegenden Studien wurden allerdings wissenschaftlich nicht exakt durchgeführt und z.T. scharf verurteilt, aber lesen Sie selbst. LINKS


Die Behandlung kleinster Kinder, von Tieren und gar Bewusstloser zeigt schon die Grenzen dieses Gedankens auf. Natürlich ist ein Teil der Behandlung immer der Zuwendung zuzuschreiben, der sicher psychologische Hintergründe hat und nicht mit Placebowirkung zu vergleichen ist. Ähnliches trifft ja auch bei allen anderen Behandlungsformen zu.


Hier könnte nun die Diskussion beginnen, warum eine treffende Verordnung heilend wirkt, die unpassende aber im gleichen Fall wirkungslos bleibt oder falsche Wirkungen hervorruft. Bei jedem verordneten Arzneimittel - ob homöopathisch oder schulmedizinisch - wird es sich zu einem gewissen Anteil – meist um 10-20 % – der anfänglich wahrgenommenen Besserung um einen Placeboeffekt handeln, der jedoch keine längerfristige Verbesserung bringen wird. Vielmehr wird der Körper auf den ursprünglichen Zustand zurückfallen oder der Zustand sich u. U. sogar verschlechtern. Die passende Behandlung nach dem Gesetz der Ähnlichkeit wird im Unterschied dazu immer eine deutliche Wirkung zeigen, die sich bei akuten Fällen manchmal innerhalb von einer Stunde beobachten lässt und anhaltend ist. In chronischen Symptomen wird diese Wirkung sogar eine dauerhafte Veränderung des Körpers mit sich bringen, was bei schweren Krankheiten, wie z.B. Rheuma, nicht mehr mit einem Placeboeffekt begründet werden kann.


Ist Homöopathie überholt?

Oft höre ich in der letzten Zeit das Pauschalurteil, dass Homöopathie doch eine völlig überholte Methode sei. Die klassische Homöopathie, wie Hahnemann selbst sie lehrte, basiert auf Naturgesetzen, die unveränderlich sind, weshalb die Methode nicht, wie in anderen Bereichen, alle 20 Jahre neu erfunden zu werden braucht. Ebensowenig würde jemand ernsthaft behaupten, dass das Gesetz der Fliehkraft abgeschafft werden müsste, weil es schließlich schon alt ist. Die konsequente Weiterentwicklung von Hahnemanns Grundideen hat zu einer Arbeitsweise geführt, mit deren Einsatz auch schwere Krankheiten, oft "chronisch" oder "unheilbar" benannt, heilbar sind. Einzige Voraussetzung hierfür: Die Behandlung muss individuell auf die spezielle Symptomenlage mit allen Auffälligkeiten und Variationen abgestimmt und die Verordnung dazu ähnlich sein. Dies ist keine schöne Phrase, sondern bestätigt sich mit jeder gelungenen Behandlung in der Praxis erneut.