Betrachtet man die heutige Situation, dann wird man Eindruck nicht los, dass Krebs immer mehr auftritt, immer jüngere Menschen betrifft und immer aggressiver zu werden scheint. Trotzdem große Mühen aufgewandt werden, kann Krebs, der heute durchaus als Volkskrankheit bezeichnet werden kann, in der Medizin nur unter Aufwendung gefährlichster Maßnahmen (Chemo, Strahlen, Operation) und trotzdem oft wenig erfolgreich behandelt werden. Die statistisch besseren Überlebenszahlen gelten in der Regel seit Diagnosestelluung, was bedeutet, dass statistisch eine 2 Jahre früher gestellt Diagnose 2 Jahre mehr Lebenszeit gleich gesetzt wird. Überhaupt nicht mit einbezogen - weil schwer in Zahlen zu fassen - ist die Lebensqualität der Betroffenen. Sicher treten Tumoren durch die gestiegene Lebenserwartung auch im Alter vermehrt auf, doch diese Tumorformen verlaufen häufig gutartiger, weil die Wachstumstendenz nicht so groß ist, wie beim Menschen im mittleren Lebensalter.
Die scheinbar unkontrollierte Zellteilung ist das, was wir als Hauptproblem des Primärtumors sehen. Ab einer gewissen Größe kommt es zu Verdrängungseffekten, die Probleme in der Umgebung des Tumors hervor rufen. Dabei ist aber festzustellen, dass sich ein Tumor in der Regel immer nur an einer Stelle bildet, weshalb man eben auch vom Primärtumor spricht. Nun denken hier die meisten Menschen, dass solch ein Tumor doch einfach vernichtet gehört. Dieses Konzept ist nach wie vor in der Schulmedizin vorherrschend und wird mit konsequent durch Chemotherapie, Bestrahlung und Operation verfolgt. Die hierdurch auftretenden Probleme müssen dann wiederum mit schweren Medikamenten und Operationen eingedämmt werden und dort, wo dies nicht möglich ist, akzeptiert werden. Die damit verbunden Konsequenzen können durchaus dieselben Dimensionen, wie die ursächliche Krankheit erreichen; die Gefährlichkeit der Behandlung auch tödliche Folgen haben.
Sie denken vielleicht als "noch" nicht betroffen, dass Sie keinen Krebs haben, dann haben Sie recht in dem Sinn, dass kein Tumor vorhanden ist und irren andererseits, weil sich täglich ungeheure Mengen von Zellen teilen, und dabei auch immer fehlerhafte Zellen entstehen. Um Sie zu beruhigen ist zu vermuten, dass der größte Anteil gar nicht erst überlebensfähig sein wird, weil die Funktion solch fehlerhafter Zellen aus irgendeinem Grund zusammenbricht bzw. ein Selbstzerstöhrungsprogramm greift. Ein zweiter Teil wird sich wahrscheinlich eine zeitlang uneffektiv zeigen und keine nennenswerte Arbeit liefern, bevor er dem Zelltod nicht mehr entkommen kann, während ein weiterer sich als problematisch entpuppt. Dieser letzte Teil ist der, für eine Krebserkrankung angeblich verantwortliche. Ich muss Sie aber nochmal kurz daran erinnern, dass solche Zellen täglich in erheblichen Mengen entstehen.
Natürlich
ist beim Auftreten der Erkrankung sichtbar, dass es zu einer
ungeregelten Zellteilung und Wachstum kommt, woraus sich aber
rückschließen lässt, dass es wohl vorher eine Regulierung gegeben haben
muss, die genau das verhinderte. D.h. nicht die Entdifferenzierung,
sondern die Kontrolle darüber scheint der Schlüssel zur Heilung zu
sein. Diese Kontrolle unterliegt unserem Körper, dem Immunsystem und
sicher noch einer Vielzahl anderer Mechanismen auf zellulärer Ebene.
Die Hauptkontrolle über alles hat aber immer die Lebenskraft, ohne die
es ja dieses Leben gar nicht erst gäbe. Deren Kontrollmechanismen
scheinen bei der Tumorentstehung versagt zu haben, was andererseits
auch nicht der Fall sein kann, denn dann müssten zeitgleich an allen
Stellen des Körpers Tumoren entstehen, was nicht der Fall ist.
Nur auf den Tumor betrachtet, mögen viele Theorien wenigstens
teilweise zutreffen, doch dabei wird außer Acht gelassen, dass dieser
Tumor in einem komplex gesteuerten Organismus wächst und da wächst in
der Regel nichts, was der Körper nicht zulässt. So gesehen ist das
Auftreten eines Tumors wohl eher als Symptom zu deuten und nicht als
die Krankheit selbst, worauf ich weiter unten noch eingehen werde.
Die
Schulmedizin sieht den Menschen meist wie eine Maschine, die nur eben
nicht mehr richtig funktioniert und repariert werden muss. Dieses
mechanische Bild kann nur als falsch bezeichnet werden, weil es an der
Dynamik von Leben, Gesundheit, Krankheit und Sterben vorbei geht.
Daraus Therapien abzuleiten ist lebensgefährlich und unverantwortlich.
Ein mir persönlich bekannter Onkologe, der heute naturheilkunklich in
der Schweiz tätig ist, drückte sich in einer Fortbildung so aus: "Gehen
Sie davon aus, dass die konventionelle Krebstherapie eine
experimentelle Behandlung ist." Das klingt nicht besonders Vertrauen
erweckend. Diese Experimente gehen so weit, dass Chemotherapeutika - im
Gegensatz zu sonst im Zulassungsverfahren befindliche Arzneimittel -
umittelbar nach der Versuchsphase an Tieren sofort in Therapie-Studien
angewandt werden. Dies lässt im Grunde tief blicken, denn mit welcher
Enttäuschung und Verzweiflung muss eine Wissenschaft erfüllt sein, um
so wesentliche Schritte einer fundierten Forschung zu überspringen.
Dabei wird übersehen, dass alle Maßnahmen, die den Krebs als Feind und
körperfremd betrachten, auch immer viel gesundes Gewebe zerstören, den
Organismus schwächen und nicht vor einem Rezidiv oder einer
Metastasierung schützen, sondern dies u.U. sogar noch fördern werden.
Das
klingt zugegebenermaßen befremdlich, denn wie kann etwas Freund sein,
wenn es mich am Ende das Leben kostet. Wie alle Symptome hat auch Krebs
in unserem Körper eine Funktion, da es keine Symptome ohne Grund gibt
und er in diesem Sinn auch ein Freund sein kann. Wenn ein Freund
längerfristig das Leben raubt, dann muss man ihm aber auch Grenzen
zeigen.
Andererseits stellt sich natürlich die Frage, ob es dann
überhaupt eine Möglichkeit gibt, Krebserkrankungen zu erfassen. Als
wichtigsten Ansatz sehe ich hierbei, die Krebserkrankung nicht als
einzelnes Symptom zu betrachten, sondern als eine Erkrankung des ganzen
Menschen.
Die Entstehung kann nur sehr schwer erfasst werden. Der wichtigste Faktor hierbei ist aber die individuelle Disposition, die in der Homöopathie zum Einen durch die Miasmen definiert wurde, zum Anderen auch durch die genetische Belastung, Giftstoffexpostionen u.a. gegeben ist. Hierdurch ergibt sich erst die individuelle Schwäche und Fehlsteuerung, die zu Krebs führen kann. Genau in dieser Individualität liegt auch das Problem, dass sich nicht jede Krebsdisposition am Ende wirklich als Krebs zeigt. So kann sich diese Belastung durchaus auch als sog. stellvertretende Krankheit, z.B. Psoriasis (Schuppenflechte), Diabetes, Autoimmunerkrankung und ähnlich schwere Krankheit ausdrücken. Sie werden in Familien mit häufigen Krebserkrankungen auch genau diese Krankheiten vermehrt vorfinden, obwohl scheinbar kein Zusammenhang der Krankheiten besteht. Ich kann aber nur davor warnen, den Umkehrschluss zu ziehen und beim Auftreten der zuvor genannten Krankheiten immer von einer Krebsdisposition auszugehen, denn diese wird nur aus der genauen Anamnese der verschiedenen Faktoren und der damit verbundenen Analyse sichtbar. Durch die Erkenntnisse einer ausführlichen Anamnese wird auch erst der Zugang zur vorbeugenden und unmittelbaren Behandlung von Krebs geschaffen.
Faktoren, die die Krebsentstehung begünstigen, können in „innere" und „äußere" unterschieden werden. Als inneren Faktor muss die miasmatische Belastung (siehe unter MIASMEN) bezeichnet werden. Äußere Faktoren lassen sich weiter unterscheiden in
Krebs
tritt in der Regel nicht urplötzlich auf, denn meist äußern sich erste
Symptome schon einige Zeit zuvor. Auch die Messung mit
Elektroakupunktur zeigt häufig eine deutliche Verschiebung des
Energieflusses in den Meridianen. In der Regel werden die ersten
Krebs-Symptome vom Patienten selbst festgestellt und nicht durch
irgendwelche „Vorsorgeuntersuchungen", die keine echte Vorsorge
darstellen, sondern nur der Früh-Erkennung dienen. Diese Signale
wahrzunehmen ist Aufgabe der Betroffenen, sie zu verstehen und
therapeutisch umzusetzen muss die Aufgabe des Behandlers sein. Meist
werden diese Symptome aber übergangen oder sogar - was die
Krebsentwicklung noch beschleunigt - unterdrückt. Viele in der Medizin
angewandten Arzneimittel wirken leider in diese Richtung, was sich - um
nochmals auf die Einleitung Bezug zu nehmen - auch deutlich an der
steigenden Erkrankungsrate zeigt. Immer jüngere Menschen erkranken an
immer bösartigeren Krebsformen. Die Medizin hat hier leider wenig
Erfolge vorzuweisen - wie aus jüngsten Berichten hervorgeht - , denn
sie versteht die Dynamik der Krankheit nicht und behandelt nur das
Symptom, den Tumor.
Nach meinem homöopathischen Verständnis würde das bedeuten, dass es in der Folge weder zu einem Rezidiv, noch zu anderen stellvertretenden Erkrankungen kommt. Diese wird oftmals mehrere Jahre dauern, kann dauerhaft aber nur erreicht werden, wenn die Dynamik der Entstehung, die miasmatische Belastung der (dynamischen) Lebenskraft behandelt und erfasst wird. Dies ist nur - wie schon an anderer Stelle angeklungen - durch dynamische Arzneimittel möglich. Wenn die Information in der Lebenskraft nicht stimmt, dann muss diese Information durch eine andere „ersetzt" bzw. die Disharmonie in Harmonie umgestimmt werden. Weil sich aber der Tumor im Verlauf der Erkrankung von der Lebenskraft scheinbar auch abkoppeln kann, muss die homöopathische Krebsbehandlung auf verschiedenen Ebenen arbeiten. Es wäre falsch zu erwarten, dass die Behandlung von Krebs einfach sei. Ich halte diese im Gegenteil für äußerst kompliziert, komplex und eine ungeheure Herausforderung - aber auch für möglich.
Ist der Primärtumor noch nicht operiert, dann wird dieser ähnlich einer Chemotheapie gezielt therapiert, was bei gewünschtem Verlauf auch zum unmittelbaren Zerfall des Tumor führt. Dies kann auch zu einer Chemotherapie ähnlichen Symptomen führen. Hierbei wird die Arznei nach der Lokalisation, dem betroffenen Organ und nach dem betroffenen Menschen gewählt. Es gibt somit keine spezielle Arznei, die z.B. Leberkrebs heilt, denn dann wäre der Faktor „Individualität" nicht mit einbezogen. Zum anderen ist es nötig, der Lebenskraft die Information zu geben, die sie braucht, um ein Wiederauftreten von Tumoren zu vermeiden. Chemotherapien, Bestrahlungen und Operationen schränken hier natürlich die Möglichkeiten ein, sind aber kein Hinderungsgrund. Selbst in fortgeschrittenen Fällen kann noch Linderung möglich sein und schließlich kann ein Körper auch mit einem Tumor, der sich nicht verändert, jahrelang leben und funktionieren. Krebs ist zum Zeitpunkt des Auftretens ein Teil des Körpers, der aus miasmatischer Sicht die Aufgabe hat, Entlastung zu verschaffen, wie dies durch viele andere Symptome auch geschieht. Dies macht im Grunde auch Sinn, nur ist die Dynamik meist so stark, dass diese Entlastung nicht ausreicht, um die weitere Entwicklung aufzuhalten.
Leider kommen Patienten erst auf alternative Behandlungsformen, wenn die Schulmedizin versagt hat und sie aufgibt. Häufig werden dann nur noch sog. Palliativmaßnahmen, das sind Schmerztherapien, erleichtende Operationen u.ä. durchgeführt. Auf die Möglichkeiten alternativer Behandlungen wird eher selten hingewiesen, ja vielfach sogar verhindert. Andererseits sind hier bedauernswerterweise auch fragwürdigen Behandlungen „auf dem Markt", wozu die Homöopathie wohl nicht gezählt werden kann, auch wenn sie mit heutigen wissenschaftlichen Methoden noch nicht begreifbar ist. Aber selbst hier macht das Werkzeug noch nicht den Meister.
Natürlich sind auch der Homöopathie bei der Krebsbehandlung Grenzen gesetzt. Die wichtigste von allen ist die Reaktionsfähigkeit der Lebenskraft. Ist diese erschöpft, kann die bestgewählte Arznei keine Wirkung mehr hervorbringen, denn dafür wäre genau diese Reaktionsfähigkeit nötig. Es tut mir immer wieder weh, wenn ich in solchen Fällen nur noch mit ansehen kann, wie die Lebenskraft verlischt.
Aus dem o.g. wird in Ansätzen verständlich, dass Krebs sich auch durch aggressive medizinische Behandlung oft nicht aufhalten lässt, da hierdurch nicht die Ursache erfasst wird. Außerdem ist zu vermuten, dass Krebs heute nicht so eine große Rolle spielen würde, wenn wir nicht das ganze Leben über unseren Körper durch Medikamente manipulieren und jedes Symptom unterdrücken würden, womit er sich entlasten möchte. Darum kann ich nur dazu aufrufen, die Lebens- und Therapiekonzepte, die nicht unserem Körper, seiner Lebenskraft und Äßerungen entsprechen zu vermeiden, wo immer dies möglich ist.